GESUNDHAUS I-TÜPFERL ERÖFFNET

Reges Interesse am Tag der offenen Türe

„Für mich ist heute ein wahnsinnig aufregender Tag, ein langer Weg findet heute seinen Abschluss und ist gleichzeitig ein Neubeginn.“, mit diesen Worten eröffnete Christine Bergmair, Gründerin und Initiatorin, ihr Gesundhaus i-Tüpferl. 

Seit Oktober ist das interdisziplinäre Gesundheitszentrum in Betrieb, am 29. Oktober war Tag der offenen Türe. Zahlreiche Besucher – Patienten, Gesundheitsinteressierte, Therapeuten wie Ärzte – machten sich auf den Weg nach Steindorf, um die Räumlichkeiten zu besichtigen, Angebote kennenzulernen sowie dem vielfältigen Vortragsprogramm beizuwohnen. 

Konzept für eine zukunftsfähige medizinische Versorgung auf dem Land

Die Vision im Gesundhaus i-Tüpferl ist es, dass Ärzte, Therapeuten, Naturheilkundler sowie Berufe und Unternehmen aus Gesundheit und Soziales ganzheitlich zusammenarbeiten. Durch Austausch und Vernetzung sollen alle Beteiligten sicherstellen, dass Menschen ganzheitlich begleitet werden und eine moderne, interdisziplinäre Behandlung erfahren dürfen. Im Gesundhaus sind Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Beschwerden willkommen, egal ob sie körperlicher, geistiger oder emotionaler Natur sind. 

Herausfordernde Zeiten

Bereits fünf Jahre sind nun vergangen, seitdem die erste Idee zum Projekt 
„i-Tüpferl“ entstand. Zahlreiche Herausforderungen sind seitdem gemeistert: Bebauungsplanverfahren, Aussetzen der KfW Förderung für Energieeffizientes Bauen sowie steigende Zinsen und Baupreise im letzten Jahr. Christine Bergmair’s Herzensanliegen ist Entwicklung und Bewegung und so hat sie den Bau mutig angepackt. In diesen herausfordernden Zeiten, die wir gerade in allen Ebenen durchleben, soll das Gesundhaus eine Anlaufstelle werden, in der Menschen Hilfe und Begleitung erfahren können sowie Impulse, die ihre persönliche Entwicklung sowie ihr eigenes Potenzial und Wohlbefinden fördern. Durch Zusammenarbeit möchte sie den zunehmenden Verunsicherungen im Gesundheitssystem wie in der Gesellschaft entgegenwirken und ein Zentrum für integrative Medizin errichten.

Zuspruch aus Politik und Regierung

Auch prominente Gäste aus Politik und Regierung wohnten der Eröffnung bei: 

mit den Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath und Peter Tomaschko sowie dem Bürgermeister Paul Weckerdiskutierte die Gründerin über die Zukunft der medizinischen Versorgung auf dem Land. 

David Hein, geschäftsführender Regionalmanager vom Wittelsbacher Land Verein berichtete zusammen mit Erich Herreiner vom AELF Nördlingen über die LEADER Förderung, mit der das Projekt ausgezeichnet wurde. Gefördert werden hier durch EU und Freistaat Bayern Projekte „in der ländlichen Region auf ihrem selbstbestimmten Weg der Entwicklung zur Erreichung ihrer Ziele.“ Gleichzeitig betonte er, die Begeisterung der Vorstandschaft des Wittelsbacher Land Vereins über das Projekt und das gemeinsame Ziel, das Gesundhaus in der Region zum Leuchtturmprojekt zu entwickeln. 
Digital zugeschaltet war auch Prof. Dr. med. Jorgos Kavouras, der als Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilkunde, Homöopathie und Ernährungsmedizin, bereits seit zahlreichen Jahren für die integrative Medizin lebt. Er hat im Bamberger Raum ein Netzwerk für integrative Medizin ins Leben gerufen, ist als Fachexperte auf unterschiedlichen Kongressen anzutreffen und ist großer Unterstützer des Gesundhaus i-Tüpferl. 
Er äußerte den Wunsch nach mehr Zusammenarbeit der unterschiedlichen Disziplinen und gab Impulse, dass Menschen von der Natur abstammen und Gesundheit auch im Kontext von Klima und Umwelt gedacht werden muss.

Vielfältiges Vortragsprogramm

Weitere spannende Programmpunkte folgten: 

Dr. med. Gertraude Ralle, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie, zeigte in ihrem Vortrag „Damit Krankheit nicht heillos verwaltet wird“ die Ursachen der Instabilitäten in unserem Gesundheitswesen auf. Sie verfügt über einen jahrzehntelangen Erfahrungsschatz im Gesundheitswesen, kennt sowohl das System in der ehemaligen DDR als auch unser heutiges und baute über 20 Jahre lang psychiatrische Tageskliniken in Baden-Württemberg auf. 

Christine Neumann von der Wirtschaftsregion A3 zeigt im Gespräch „Innovationskraft für den Wirtschaftsraum Augsburg“ die Entwicklungsmöglichkeiten der Region auf. Besonders im Hinblick auf die neue medizinische Fakultät an der Uni Augsburg mit der Universitätsmedizin und den daraus entstehenden Potenzialen und Innovationen im ganzen Augsburger Raum. 

Über den Ursprung sowie die Geschichte der Medizin sprach Christian Hartmann, Arzt & Physiotherapeut, der als international anerkannter Experte im Bereich Geschichte und Philosophie der ursprünglichen Osteopathie gilt. „Was habe ich? Was machen sie? – Krankheit, Gesundheit und Heilkunst im Wandel der Zeit.“ fesselte viele interessierte Zuhörer. 

Sonja Späth, New Work Coach, berichtete in ihrem Vortrag über die Möglichkeiten, in Organisationen Prozessveränderungen zu integrieren. „Bewegende Zeiten erfordern bewegende Konzepte“. Ihr Herzensanliegen ist es Menschen in der aktuellen Arbeitswelt darin zu begleiten, die ganzen Umbrüche, Unsicherheiten, Veränderungen und Transformationen zu bewältigen. 

Große Nachfrage brachte der Vortrag von Elke Tschorn „Lernen fürs Leben – Alltagssituationen mit Kindern als Chance nutzen“. Die passionierte Montessori-Pädagogin begeisterte mit ihrem langjährigen Erfahrungsschatz aus Reformpädagogik und in der Begleitung von Kindern und Familien. 

Armin Steller, Dipl. Sozialpädagoge und systemischer Therapeut, stellte im Anschluss die „systemische Selbstintegration und Traumatherapie“ vor. Er berührte mit seinem Fallbeispiel über das Gefühl der fehlenden Zugehörigkeit in einer Familie. 

Einen lebendigen Abschluss machte Inge Viel-Steller, initiatischer Therapie, die über ihrer Erfahrungsschatz der „Persönlichkeitsentwicklung im Kreativen Prozess“ berichtete. 

Den musikalischen Ausklang gaben Julia Buch und Klemens Fregin, die mit Ihrem Impulskonzert und Stücken aus ihrem Reportoir der „Schlafkonzerte“ – Musik nach Herzpuls – berührten.

Angebote für Gesundheit & Prävention

Folgende Angebote können im Gesundhaus bereits wahrgenommen werden: Christine Bergmair ist selbst Heilpraktikerin und Osteopathin und begleitet Patienten in ihrer Naturheilpraxis für Osteopathie. Tanja Eichinger bietet in ihrem Rede-Atelier naturgestützte Coachings und Burn-Out Prävention. Carola Gößer ist Evolutionspädagogin für Kinder und Erwachsene. Darüber hinaus gibt es bereits ein festets Team für regelmäßige Veranstaltungen im Seminarraum zu folgenden Themengebieten: Initiatische Therapie, Familienaufstellen, Impulsvorträge für Ärzte, Pädagogik und Qigong. Für den aktuellen Veranstaltungskalender gibt die Homepage weitere Informationen.

Praxisangebot, Praxis-Sharing & Seminarraum

Christine Bergmair sucht noch interessierte Therapeuten, Ärzte und Gesundheitsberufe, die Praxisräume anmieten und Lust haben, gemeinsam Patienten zu begleiten und die integrative Medizin weiterzuentwickeln. Hierfür bietet sie flexible Gestaltung: unterschiedlich große Praxisräume, Gemeinschaftsflächen sowie Praxis-Sharing. Auch Angebote für den Seminarraum werden gesucht: es soll ein vielfältiges Programm entstehen – für Gesundheitsinteressierte wie für Gesundheitsfachpersonal. 

Arzt fürs Gesundhaus i-Tüpferl

Besonders die Herausforderung einen Arzt zu finden, lässt sie nicht los: „Die Integration ärztlicher Praxen sowie schulmedizinischer Kompetenz ist für mich eine wichtige Säule zur Umsetzung der Zusammenarbeit im Gesamtkonzept.“ Zahlreiche Möglichkeiten sind hier geboten: Selbständige Praxis, Praxiskooperationen sowie Anstellung sind möglich. In der Region ist ein großer Bedarf: aktuell sind 4,5 freie Versorgungsaufträge für den Fachbereich Allgemeinmedizin bei der Kassenärztlichen Vereinigung abrufbar. Christine Bergmair bietet auch Unterstützung bei allen Fragen zur Selbständigkeit: mit Fr. Dr. med. Britta Amthor und Manfred Spann hat sie zwei erfahrene Partner an ihrer Seite, die bei Praxisgründung oder Fragen der Anstellung beraten können.

Wir würden uns freuen, unser Team zu erweitern. Ob Ärzte, Therapeuten, wie Logopäden, Ergotherapeuten, Gesundheitsberufe, wie Hebammen, Pflege und viele mehr. Wir freuen uns über interessierte Mitwirkende, die die Zukunft im medizinischen Bereich gestalten wollen.

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